Wir bauen für den Fall,
dass jemand nachfragt.
Ein Anamnesebogen enthält Medikamente, Erkrankungen, Allergien, Schwangerschaft. Das sind Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO — die Kategorie, für die das Gesetz die Verarbeitung grundsätzlich verbietet und nur unter engen Bedingungen erlaubt. Diese Seite beschreibt, was wir daraus technisch gemacht haben.
Wer wofür verantwortlich ist
Ihr Studio entscheidet. Wir führen aus.
Diese Rollenverteilung ist keine Formalie — sie bestimmt, wer Auskunft erteilen muss, wer löschen darf und wer im Ernstfall haftet.
Ihr Studio
Verantwortlicher
Sie entscheiden, welche Daten Sie erheben, wie lange Sie sie behalten und wer sie im Studio sehen darf. Anfragen Ihrer Kundinnen nach Auskunft oder Löschung beantworten Sie — Daternus liefert Ihnen dafür Export und Löschfunktion.
Daternus
Auftragsverarbeiter
Wir verarbeiten diese Daten ausschließlich für Sie und nur, soweit es der Betrieb der Software erfordert. Wir nutzen sie nicht für eigene Zwecke, geben sie nicht weiter und werten sie nicht aus. Grundlage ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, den jedes Studio beim Einrichten schließt — ohne Aufpreis.
Verschlüsselung
Drei Ebenen, nicht eine.
„Verschlüsselt“ heißt bei den meisten Anbietern: Die Festplatte ist verschlüsselt. Das hilft gegen Diebstahl der Hardware und sonst gegen nichts. Bei Art.-9-Daten reicht das nicht.
Auf dem Weg
Jede Verbindung läuft über TLS. Die Seite ist ausschließlich über HTTPS erreichbar, Aufrufe über HTTP werden umgeleitet.
Im Speicher
Datenbank und Dateiablage sind mit einem eigenen, von uns verwalteten Schlüssel verschlüsselt (Cloud KMS, CMEK) — nicht mit dem Standardschlüssel des Anbieters.
Im Feld
Zusätzlich wird jede einzelne Antwort eines Bogens für sich verschlüsselt. Wer die Datenbank läse, sähe, dass ein Bogen existiert — nicht, was darin steht.
Ort der Verarbeitung
Frankfurt am Main. Sonst nirgends.
Anwendung, Datenbank und Dateiablage laufen in der Region europe-west3. Es gibt keine Kopie in einer anderen Region, keinen Dienstleister außerhalb der EU und keinen Weg, auf dem Daten dorthin gelangen würden.
Keine Analysedienste
Weder in der Anwendung noch auf dieser Seite laufen Zählpixel, Werbenetzwerke oder Sitzungsaufzeichnungen. Auch die Schriften dieser Seite liegen auf unserem Server — ein Aufruf bei Google Fonts würde die IP-Adresse jedes Besuchers dorthin übertragen.
Eigene Anmeldung
Daternus hat kein „Anmelden mit Google" oder „mit Apple". Die Zugangsdaten liegen bei uns, mit scrypt gehasht. Damit erfährt kein Dritter, welches Studio wann arbeitet.
Strikte Mandantentrennung
Jeder studiobezogene Datensatz trägt die Kennung seines Studios, und jede Abfrage filtert darauf. Ein Schreibvorgang ohne diese Kennung schlägt fehl — bewusst laut, statt still im Datenraum eines fremden Studios zu landen.
Protokollierter Support
Die Plattformverwaltung legt Studios an und sperrt sie — Einblick in deren Kunden- und Gesundheitsdaten hat sie nicht. Wird für eine Störung doch einmal Einsicht gebraucht, ist sie kurzlebig, rein lesend und wird festgehalten.
Rechte und Fristen
Was mit den Daten passiert — und wann sie gehen.
Art. 15 DSGVO
Jede Kundin darf wissen, was über sie gespeichert ist. Sie exportieren den vollständigen Datensatz aus der Kundenakte — Bögen, Unterschriften, Fotos, Zeitstempel.
Art. 17 DSGVO
Löschungen sind jederzeit möglich und werden protokolliert. Wo eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht, weist Daternus darauf hin, statt sie stillschweigend zu übergehen.
10 Jahre
Dokumente laufen nach zehn Jahren automatisch ab — die Frist, in der eine Dokumentation im Streitfall noch gebraucht wird. Danach verschwinden sie, ohne dass jemand daran denken muss.
Ehrlichkeitshalber
Was wir nicht behaupten.
Sicherheitsseiten neigen dazu, nur Häkchen zu zeigen. Diese hier nennt auch die Grenzen — Sie sollen wissen, worauf Sie sich verlassen können und worauf nicht.
- Keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Um Bögen zu prüfen, PDFs zu erzeugen und Fristen durchzusetzen, muss der Server die Daten verarbeiten können. Sie sind im Feld verschlüsselt gespeichert, aber nicht so, dass wir sie prinzipiell nicht entschlüsseln könnten. Wer etwas anderes verspricht und trotzdem serverseitig PDFs erzeugt, sagt nicht die Wahrheit.
- Keine Rechtsberatung. Die Bögen bilden die fachlich üblichen Inhalte ab und sind sorgfältig aufgebaut. Ob sie für Ihre konkrete Behandlung und Ihr Bundesland ausreichen, kann nur jemand beurteilen, der beides kennt.
- Das Gerät bleibt Ihre Aufgabe. Ein iPad ohne Code, das offen auf dem Tresen liegt, hebelt jede Serversicherheit aus. Deshalb gibt es die PIN-Sperre zwischen zwei Kundinnen — benutzen müssen Sie sie selbst.
Fragen, die hier nicht beantwortet sind?
Wenn Ihre Datenschutzbeauftragte etwas Bestimmtes wissen möchte — zu Subunternehmern, Löschkonzept oder technischen Maßnahmen — schreiben Sie uns. Wir antworten mit Einzelheiten, nicht mit einem Prospekt.