Unterschrieben ist nicht dasselbe
wie aufgeklärt.
Eine Einverständniserklärung trägt nur, wenn vorher aufgeklärt wurde, die Kundin den Text verstanden hat und beides belegbar ist. Diese Seite beschreibt, was dazugehört — und wie Daternus die drei Stellen absichert, an denen es im Tattoostudio regelmäßig hakt: Minderjährige, Farben und die Zuordnung zur Artistin.
Was eine Einwilligung trägt
Vier Bedingungen — und drei davon liegen vor der Unterschrift.
Der Bogen ist der sichtbare Teil. Wirksam wird die Einwilligung durch das, was vorher passiert ist.
Aufklärung vor der Unterschrift
Über Ablauf, Risiken, Infektionsgefahr, Schmerz, Heilungsdauer und die Endgültigkeit des Ergebnisses. Eine Erklärung, die erst unterschrieben und dann besprochen wird, hat die Reihenfolge verloren, auf die es ankommt.
Verständlich und in der eigenen Sprache
Wer den Text nicht versteht, willigt nicht wirksam ein. Bei einer Kundin, die kein Deutsch spricht, ist ein deutscher Bogen mit Unterschrift kein Nachweis — er ist das Gegenteil.
Freiwillig und konkret
Bezogen auf dieses Motiv, diese Stelle, diesen Termin. Eine pauschale Erklärung „für alle künftigen Behandlungen“ deckt das zweite Tattoo im nächsten Jahr nicht ab.
Nachweisbar dokumentiert
Mit Datum, Uhrzeit, Unterschrift und dem Stand des Dokuments, auf den sie sich bezieht. Ohne diesen Teil war die Aufklärung vielleicht vorbildlich — nur lässt sich das später nicht mehr zeigen.
Minderjährige
Der Fall, in dem am meisten schiefgehen kann.
Kein Studio möchte diese Diskussion am Tresen führen, und genau deshalb wird sie oft mit einem mitgebrachten Zettel abgekürzt. Ein Zettel, dessen Herkunft niemand prüfen kann, ist im Ernstfall aber kein Nachweis.
- Geburtsdatum wird abgefragt, nicht geschätzt — der Bogen erkennt selbst, dass jemand minderjährig ist
- Name und Anschrift beider Sorgeberechtigten, sofern beide sorgeberechtigt sind
- Eigene Unterschrift der Sorgeberechtigten auf dem Gerät, nicht nur ein Häkchen
- Festhalten, ob die sorgeberechtigte Person beim Termin anwesend war
- Vermerk, dass ein Ausweisdokument vorgelegen hat
- Eigenes Einverständnis der oder des Minderjährigen — zusätzlich, nicht ersatzweise

Farben und Chargen
Die Frage kommt nicht heute. Sie kommt in einem Jahr.
Wenn die Haut über einer bestimmten Farbfläche reagiert oder ein Hersteller eine Charge zurückruft, lautet die Frage nie „welches Studio“, sondern immer „welche Farbe, welche Charge“. Wer das nicht erfasst hat, kann nur schätzen.
- Jede verwendete Farbe einzeln, mit Hersteller und Chargennummer
- Nadelkonfiguration und Gerät
- Behandelte Körperstelle, auf Wunsch mit Skizze
- Dauer der Sitzung und Anzahl der Durchgänge
- Vorher- und Nachher-Foto am selben Termin
- Studiostempel der Artistin, die tatsächlich gearbeitet hat
Das Tattoo-Modul
Was mitgeliefert wird.
Aufklärung, Einverständnis und Behandlerdokumentation für Tätowierungen. Mit der Regelung für Minderjährige, Abfrage von Farben und Chargen sowie einem eigenen Studiostempel je Artist auf dem fertigen Beleg.
Tattoo
9,90 €im Monat- Aufklärung & Einverständnis
- Minderjährige mit Sorgeberechtigten
- Farben & Chargen
- Pflegehinweise
- Fotodokumentation
- Studiostempel je Artist
Häufige Fragen
Zur Einverständniserklärung im Tattoostudio.
Alter, Sorgeberechtigte, Farben, Fristen — die vier Punkte, an denen im Studio am häufigsten diskutiert wird.
Ab welchem Alter darf ich tätowieren?
Ein bundesweites Mindestalter für Tätowierungen gibt es in Deutschland nicht. In der Praxis arbeiten Studios mit einer eigenen Altersgrenze und verlangen bei Minderjährigen die Einwilligung der Sorgeberechtigten — häufig zusätzlich deren Anwesenheit beim Termin.
Welche Grenze Ihr Studio setzt, ist Ihre Entscheidung und sollte Teil Ihrer Hausregeln sein. Daternus setzt sie nicht für Sie fest. Was Daternus tut: Der Bogen erkennt anhand des Geburtsdatums, dass jemand minderjährig ist, und verlangt dann die zusätzlichen Angaben, statt sie der Erinnerung zu überlassen.
Reicht eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern?
Ein mitgebrachter Zettel ist schwach: Er lässt sich nicht überprüfen, und im Streitfall steht Aussage gegen Aussage. Viele Studios verlangen deshalb die Anwesenheit einer sorgeberechtigten Person und die Unterschrift vor Ort.
In Daternus unterschreiben Sorgeberechtigte direkt auf dem Gerät, und es wird festgehalten, ob sie anwesend waren und ob ein Ausweisdokument vorgelegen hat. Das ist ein Nachweis mit Zeitstempel statt einer Kopie unbekannter Herkunft.
Warum sollen Farbe und Charge im Beleg stehen?
Weil das die erste Frage ist, wenn die Haut Monate später reagiert. Tätowierfarben unterliegen seit 2022 einer EU-weiten Beschränkung, und Hersteller ändern Rezepturen. Eine Angabe „schwarz“ grenzt nichts ein; Hersteller, Farbe und Chargennummer tun es.
Daternus erfasst jede verwendete Farbe einzeln. Steht später eine Rückrufmeldung im Raum, können Sie beantworten, wer betroffen ist — statt es zu vermuten.
Wie lange muss ich die Unterlagen aufbewahren?
Daternus arbeitet standardmäßig mit 10 Jahren — der Frist, in der eine Dokumentation im Streitfall noch gebraucht wird. Danach laufen die Dokumente automatisch ab.
Eine frühere Löschung auf Wunsch der Kundin ist jederzeit möglich und wird protokolliert. Ausführlicher steht das auf der Seite zu den Aufbewahrungsfristen.
Wir arbeiten mit Gastartists. Geht das?
Ja. Jede Artistin bekommt ein eigenes Konto mit eigenem PIN, und auf dem fertigen Beleg erscheint ihr eigener Studiostempel — der der Person, die tatsächlich gearbeitet hat. Nach dem Gastaufenthalt deaktivieren Sie das Konto; die Dokumente der bereits gestochenen Tattoos bleiben unverändert im Archiv.
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Software fürs Tattoostudio
Artists, Gastartists, Studiostempel und Archiv — was die Software im Studio übernimmt.
AnsehenAufbewahrungsfristen
Wie lange Aufklärung, Einwilligung und Fotos bleiben müssen — und wann sie gehen.
AnsehenSicherheit & DSGVO
Verschlüsselung, Verarbeitung in Frankfurt und der AV-Vertrag für jedes Studio.
AnsehenAb dem nächsten Termin unterschreibt niemand mehr auf Papier.
Aufklärung, Einverständnis, Farben und Chargen auf einem Gerät — und ein Beleg, der den Stempel der richtigen Artistin trägt. 14 Tage kostenfrei im Browser, ohne Zahlungsdaten.